FREE FIRE

Heimkino

Schuss-Gegenschuss

Ok, stellt alle das Feuer ein. Ich will herausfinden, ob dieser Motherfucker wirklich tot ist.“ „Stich ihm in die Augen und sieh nach, ob er zuckt.“ So und so ähnlich sind die Dialoge in FREE FIRE. Zotige Sprüche treffen auf Situationskomik. Skurrile Momente treffen auf schwarzen Humor. Kugeln treffen zielsicher daneben. Die Handlung folgt dabei der knappen Lauflänge von 91 Minuten und ist schnell erzählt:

Neun Typen und eine Frau wollen einen Waffenhandel abschließen und treffen sich dafür in einer leerstehenden Lagerhalle. Die Situation ist angespannt. Niemand traut niemanden. Und zu allem Überfluss gehen alle Beteiligten nicht unbedingt professionell zu Werke und so kommt es, wie es kommen muss – Die Situation eskaliert und es wird geballert, als gäbe es kein Morgen mehr.

Auf der einen Seite befinden sich die beiden IRA-Männer Frank (Michael Smiley) und Chris (Cillian Murphy), die eine ganze Ladung Sturmgewehre kaufen wollen. Mit im Schlepptau haben sie die zwei nichtsnutzigen Junkies Bernie (Enzo Cilenti) und Stevo (Sam Riley) und, als Vermittlerin und einzige Frau in der Runde, Justine (Brie Larson).

Auf der anderen Seite befinden sich der eitle Waffenhändler Vernon (Sharlto Copley) und sein Partner Martin (Babou Ceesay) alias „sein Schwarzer“. Ihrerseits haben sie noch die beiden Helfer Gordon (Noah Taylor) und Harry (Jack Reynor), sowie Ord (Armie Hammer) als Mittelsmann mit dabei.

Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, da der Film ohnehin kaum Überraschungen parat hält und jede/r ZuschauerIn diese somit lieber unvorbereitet gesehen haben sollte. Nur so viel:

Die Figuren sind, ähnlich wie in SMOKIN‘ ACES, herrlich überzeichnet. Das Setting erinnert zuweilen an RESERVOIR DOGS, da auch FREE FIRE die meiste Zeit über in einer Lagerhalle spielt. Und alle Beteiligten sind die wohl schlechtesten Schützen auf der Welt. Es gibt so viele Querschläger und Fehlschüsse, dass es verwundert, dass das Gebäude am Ende immer noch steht.

Insgesamt ist das Werk von Ben Wheatley, abgesehen von ein bis zwei Längen, gemäß seiner Laufzeit sehr kurzweilig und die meisten Gags sind ziemliche Volltreffer. Doch abgesehen von bösen Sprüchen und vom skurrilen Ablauf, bietet der Film keinen Mehrwert und so bleibt er am Ende das, was er höchstwahrscheinlich auch sein will – Ein kleiner aber feiner, dreckiger Streifen, der gut unterhält. Und manchmal ist das auch völlig ausreichend.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schießen sie noch heute.

 

Punkte: 10 von 15

OT: FREE FIRE

Start: Bereits erhältlich

Land & Jahr: GB, 2016

Regie: Ben Wheatley

Darsteller: Michael Smiley, Cillian Murphy, Enzo Cilenti, Sam Riley, Brie Larson, Sharlto Copley, Babou Ceesay, Noah Taylor, Jack Reynor, Armie Hammer u.a.

Vertrieb: Splendid

FSK: 16

Geschnitten: Nein

Bildquelle: http://www.imdb.com/title/tt4158096/mediaviewer/rm32125184


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