MONTHLY SHORTS No. 12

Nachdem die März-Ausgabe von monthly shorts leider entfallen musste – vorlesungsfreie Zeit ist Hausarbeitenzeit – werden nun stattdessen die im März und April gesichteten und besprochenen Filme gebündelt veröffentlicht. Wobei sich mit ARCHIVE 81 sogar eine Serie mit untergeschmuggelt hat. Aber der Reihe nach.

Am 3. März 2022 startete THE BATMAN in den deutschen Kinos. Um mich auf dieses Spektakel vorzubereiten, habe ich mir kurz zuvor einen ganz besonderen Batman-Film angeschaut. Die Rede ist natürlich von THE LEGO® BATMAN MOVIE. Denn welcher Batman-Film wäre dafür besser geeignet gewesen, als der batmanigste Batman-Film überhaupt?

THE BATMAN selbst habe ich dann nicht für diesen Blog, sondern für die UnAufgefordert, die Studierendenzeitung der Humboldt-Universität zu Berlin, reviewt. Passenderweise ist THE BATMAN inzwischen als Video on Demand-Angebot erschienen. Falls ihr euch also noch einmal eine zweite Meinung dazu einholen wollt, ob ihr den Film wirklich schauen solltet oder nicht, dann könnt ihr hier reinlesen:
https://www.unauf.de/2022/der-neueste-eintrag-ins-dc-filmuniversum-matt-reeves-the-batman/

Selbstverständlich habe ich aber auch losgelöst vom Fledermausmann Filme gesichtet. Neben der bereits erwähnten Netflix-Serie ARCHIVE 81 stehen außerdem auf der Liste: Pixars direkt auf Disney+ erschienener Animationsfilm ROT (OT: TURNING RED), der chinesische Mystery-Abenteuer-Film DETECTIVE DEE UND DAS GEHEIMNIS DER PHANTOMFLAMMEN (OT: 狄仁杰之通天帝国 [Di Renjie zhi Tongtian diguo]), der Horrorfilm OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN (OT: OUIJA: ORIGIN OF EVIL) sowie der ebenfalls direkt auf Disney+ erschienene Thriller FRESH.


Bild: THE LEGO® BATMAN MOVIE, © Warner Bros., Universal Pictures

THE LEGO® BATMAN MOVIE

OT: THE LEGO® BATMAN MOVIE | Land & Jahr: USA, 2017 | Regie: Chris McKay | Stimmen: Will Arnett, Zach Galifianakis, Michael Cera u.a. | Freigabe: FSK 6 | Laufzeit: ca. 105 min | Abo (Stand: 03.05.2022): Netflix

Es ist sicherlich unbestreitbar, dass THE LEGO® BATMAN MOVIE kaum die von THE BATMAN erwartete düstere Stimmung transportiert. Von den Konflikten über die Gewaltdarstellung bis hin zum Ausgang der Story ist hier natürlich alles kindgerecht aufbereitet.

Dennoch bietet THE LEGO® BATMAN MOVIE die ideale Möglichkeit, um sich auf den Fledermausmann himself vorzubereiten, was vor allen Dingen daran liegt, dass hier alles mögliche aus allen möglichen Batman-Comics und -Filmen in einen Topf geworfen und kräftig verrührt wurde.

Ein zentraler Bestandteil des Films ist Batmans Gefühlswelt, welche mit den Worten „es ist kompliziert“ wohl noch am treffendsten beschrieben werden kann. Ausgelöst durch den Tod seiner Eltern leidet Batman alias Bruce Wayne unter Verlustängsten, was ihn jedoch auch dazu treibt, Beziehungen jeglicher Art von sich zu weisen, nur um nicht wieder diesen Verlust spüren zu müssen. Allerdings ist er dadurch vor allen Dingen eins – einsam.

Darüber hinaus wird aber noch vieles mehr thematisiert und es würde den Rahmen sprengen all dies im Detail aufzuführen. Selbstverständlich ist der Film dadurch heillos überladen. Auch hat es bei mir etwas gedauert, bis es bei mir „CLICK!“ gemacht hat und ich mich auf die Art des Films einlassen konnte. Zudem will hier kaum so etwas wie Spannung aufkommen – ja, auch von einem Animationsfilm der für ein jüngeres Publikum gemacht ist, kann durchaus zumindest ein Fünkchen Spannung erwartet werden. Stattdessen wird ein Gag-Feuerwerk abgefackelt, bei dem aber leider nicht jeder Witz zündet – an dieser Stelle wäre weniger definitiv mehr gewesen.

Im Prinzip ist THE LEGO® BATMAN MOVIE aber anzumerken, dass es ein Film von Batman-Fans für Batman-Fans ist, der sich vor allen Dingen durch seine Liebe zum Detail auszeichnet. Und somit ist dieser Film, trotz der Kritikpunkte, definitiv eine Empfehlung wert – sowohl für Fans von Batman, als auch für (jung gebliebene) Fans von Klemmbausteinen.

Bild: THE LEGO® BATMAN MOVIE, Batman alias Bruce Wayne (Will Arnett) / © 2021 Warner Bros., Universal Pictures

BEWERTUNG
Letterboxd: 3,5 von 5
Moviepilot: 7 von 10 (Sehenswert)


Bild: ROT, © Disney/Pixar

ROT

OT: TURNING RED | Land & Jahr: USA, 2022 | Regie: Domee Shi | Stimmen: Rosalie Chiang, Sandra Oh u.a. | Freigabe: FSK 6 | Laufzeit: ca. 100 min | Abo (Stand: 03.05.2022): Disney+

Pixars
neuester Streich ROT ist ein weiterer Eintrag in die Coming-of-Age-Filmographie der Company. Dieses Mal geht es um ein Mädchen, dass immer dann zu einem roten Panda wird, wenn die Emotionen mit ihr durchgehen. Allerdings ist es nicht immer ganz so einfach, die Gefühle im Zaum zu halten – vor allen Dingen nicht während der Pubertät befindet, wenn die Hormone völlig verrückt spielen.

Was sich aus dieser Prämisse entspinnt, ist eine oft knuffige, manchmal magische Geschichte über das Erwachsenwerden und Zu-sich-selbst-finden. Dabei hat Pixar – zumindest dramaturgisch – auf die altbewährte Formel gesetzt. Die Hauptfigur macht die typische Entwicklung durch, es entstehen die üblichen Konflikte und am Ende fügt sich alles so, wie es sich eben fügen soll. Das könnte durchaus als Kritikpunkt angeführt werden. Allerdings ließe sich auch argumentieren, dass das Publikum dadurch eben das bekommt, was es sich von einem Pixar-Film erhofft.

Das bedeutet natürlich nicht, dass alle Pixar-Filme identisch wären oder dass sich ROT aus dieser Masse nicht hervorheben würde. Die kreativen Köpfe wissen durchaus gekonnt mit den einzelnen Versatzstücken zu spielen, so dass sich auch hier wieder das Gefühl einstellt, eine neue und eigenständige Geschichte erzählt zu bekommen. Und an einigen Stellen ist ROT auch ziemlich erfrischend. Ich kann mich beispielsweise nicht entsinnen, dass hormonelle und körperliche Veränderungen in einem anderen „Animationsfilm für die ganze Familie“ auf eine so charmant-direkte Art und Weise thematisiert wurden. Dadurch entsteht der Eindruck, als hätten Regisseurin Domee Shi und ihre Co-Autorin Julia Cho aus ihren ganz persönlichen Erfahrungen geschöpft. Gleichzeitig bekommt die Geschichte dadurch aber eine Universalität, da gewiss ein großer Teil des Publikums diese Erfahrungen teilen kann.

Manchmal wirkt das Ganze zwar zu hyperaktiv und comichaft überzeichnet, und auch die Auflösung der Konflikte erscheint am Ende dann doch etwas zu einfach. Aber alles in allem ist ROT eine wirklich spaßige und herzliche Angelegenheit – nicht mehr und nicht weniger.

Bild: ROT Ming Lee (Sandra Oh, l.), Mei Lee (Rosalie Chiang, r.) / © Disney/Pixar

BEWERTUNG
Letterboxd: 3,5 von 5
Moviepilot: 7 von 10 (Sehenswert)


Bild: DETECTIVE DEE UND DAS GEHEIMNIS DER PHANTOMFLAMMEN, © Koch Films

DETECTIVE DEE UND DAS GEHEIMNIS DER PHANTOMFLAMMEN

OT: 狄仁杰之通天帝国 [Di Renjie zhi Tongtian diguo] | Land & Jahr: CHN, HKG 2010 | Regie: Tsui Hark | Darsteller:innen: Andy Lau, Li Bingbing u.a. | Freigabe: FSK 12 | Laufzeit: ca. 122 min | Abo (Stand: 03.05.2022): Amazon Prime

Anders als es der Titel im ersten Moment vermuten lassen könnte, ist DETECTIVE DEE UND DAS GEHEIMNIS DER PHANTOMFLAMMEN ein Abenteuerfilm, der mehr auf Tempo als auf knifflige Knobeleien zum Miträtseln setzt. Dabei macht er zwar eine sagenhafte Welt voller Mysterien auf. Über einige Ungereimtheiten sowie die schlechten Effekte muss man aber hinwegsehen wollen.

Bild: DETECTIVE DEE UND DAS GEHEIMNIS DER PHANTOMFLAMMEN Shangguan Jing’er (Li Bingbing) / © Koch Films

BEWERTUNG
Letterboxd: 2,5 von 5
Moviepilot: 5,5 von 10 (Geht so)


Bild: OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN, © Universal Pictures

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN

OT: OUIJA: ORIGIN OF EVIL | Land & Jahr: USA 2016 | Regie: Mike Flanagan | Darsteller:innen: Lulu Wilson, Elizabeth Reaser, Annalise Basso u.a. | Freigabe: FSK 16 | Laufzeit: ca. 99 min | Abo (Stand: 03.05.2022): Netflix

Geisterbeschwörung, unerklärliche Ereignisse und Besessenheit. Das klingt alles äußerst vertraut, denn Filme wie OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN (OT: OUIJA: ORIGIN OF EVIL) gibt es wahrlich zuhauf. Was diesen Film jedoch aus der grauen Masse etwas hervorhebt, ist, dass Regisseur Mike Flanagan tatsächlich eine unheilvolle Atmosphäre heraufzubeschwören vermag und dass ihm offenbar etwas an seinen Figuren gelegen ist, wodurch sie auch dem Publikum nicht egal sind.

Allerdings ist dem Ganzen auch anzumerken, dass ein straighter (knapp) 90-Minüter nicht so ganz Flanagans Steckenpferd ist. Überlange Filme wie DOCTOR SLEEPS ERWARCHEN (2019, OT: DOCTOR SLEEP) oder Serien wie MIDNIGHT MASS (2021) liegen ihm da weitaus eher, kann er sich dort doch die Zeit nehmen die er braucht, um seine Figuren angemessen vorzustellen und das Szenario zu etablieren. Daher wirkt dieser Film durch den einen oder anderen kleineren Zeitsprung in der Handlung mitunter etwas holprig erzählt.

Zusätzlich stören die nicht ganz so gelungenen CGI-Effekte ein wenig. Wobei dies dem eher geringen Budget von round about 10 Millionen US-Dollar geschuldet sein dürfte.

Den vorhandenen Schwächen weiß der gut aufgelegte Cast jedoch gekonnt entgegenzuspielen. Allen voran Lulu Wilson überzeugt als ein von einem bösen Dämon besessenes Creepy Child. Und auch der Soundtrack der Newton Brothers geht wieder einmal gut ins Ohr.

Am Ende wurde mit OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN das Genre zwar keinesfalls revolutioniert. Allerdings bietet dieser massentaugliche Grusler die passende Unterhaltung für einen schauerhaften Fernsehabend.

Bild: OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN Doris Zander (Lulu Wilson) / © Universal Pictures

BEWERTUNG
Letterboxd: 3 von 5
Moviepilot: 6,5 von 10 (Ganz gut)


Bild: ARCHIVE 81 / © Netflix

ARCHIVE 81

OT: ARCHIVE 81 | Land & Jahr: USA 2022 | Regie: Rebecca Thomas, Justin Benson, Aaron Moorhead, Haifaa Al Mansour | Darsteller:innen: Mamoudou Athie, Dina Shihabi, Matt McGorry u.a. | Freigabe: ab 16 | Laufzeit: 8 Folgen à ca. 45-58 min | Abo (Stand: 03.05.2022): Netflix

Dan (Mamoudou Athie) ist ein Spezialist darin, altes, beschädigtes Film- und Videomaterial zu restaurieren. Schließlich wird er von Virgil Davenport (Martin Donovan), Chef des ominösen Unternehmens LMG, angeheuert, um eine ganze Reihe Videokassetten wiederherzustellen, welche bei einem Brand beinahe völlig vernichtet worden wären. Die Bezahlung ist mehr als gut und Dan soll sogar das neueste technische Equipment für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt bekommen. Was nach einem einfachen Job und leicht verdientem Geld klingt, entpuppt sich jedoch bald als wahrer Albtraum. Plötzlich beginnt Dan Dinge auf den Tapes zu sehen, die unmöglich sein können. Spielt ihm seine Wahrnehmung einen Streich? Um die Wahrheit herauszufinden, begibt sich Dan immer tiefer hinein in den Kaninchenbau und muss schließlich feststellen, dass das, was auf den Tapes zu sehen ist, offenbar eng mit seiner eigenen Vergangenheit verwoben zu sein scheint.

Das Verwirrspiel, was sich aus dieser Prämisse entspinnt, weist durchaus einiges an Potential auf. Erzählt wird die Geschichte dabei auf zwei Zeitebenen. Während die Gegenwart aus Dans Perspektive geschildert wird, spielt sich die Vergangenheit auf den Tapes ab, wobei sich die beiden Zeitebenen zusehends einander annähern.

Über weite Teile weiß ARCHIVE 81 eine unheimliche und dichte Atmosphäre zu erzeugen. Doch, obwohl die Serie durchaus spannend beginnt, weist sie zwischendurch immer wieder etwas Leerlauf auf und scheint sich, aufgrund zu vieler Twists und Wendungen, hinten raus sogar etwas zu verrennen.

Ähnlich überambitioniert wirken auch die Figuren. Diese werden zwar durchweg gut gespielt und gerade die wichtigen Hauptfiguren sind recht sympathisch. Doch hie und da treffen sie Entscheidungen, die vermutlich kaum ein normaler Mensch unter den gegebenen Umständen treffen würde.

Leider wurde die Serie bereits wieder abgesetzt, was vor allen Dingen deswegen schade ist, da die erste Staffel mit einem Cliffhanger endet. Was also am Ende bleibt ist eine Mystery-Serie die zwar stark beginnt, deren auf einem Podcast basierende Grundidee aber im weiteren Verlauf etwas an Reiz verliert.

Bild: ARCHIVE 81 Dan Turner (Mamoudou Athie) / © Netflix

BEWERTUNG
Moviepilot: 7 von 10 (Sehenswert)


Bild: FRESH, © 20th Century Studios

FRESH

OT: FRESH | Land & Jahr: USA 2022 | Regie: Mimi Cave | Darsteller:innen: Daisey Edgar-Jones, Sebastian Stan u.a. | Freigabe: ab 18 | Laufzeit: ca. 114 min | Abo (Stand: 03.05.2022): Disney+

+++ HINWEIS: KÖNNTE LEICHTE SPUREN VON SPOILERN ENTHALTEN +++ 

Ist es mit Dating-Apps, Swipes und Matches heutzutage überhaupt noch möglich, dass eine Love-Story ihren Anfang ganz klassisch im realen Leben finden kann? Noa (Daisy Edgar-Jones) jedenfalls hat genug vom Online-Dating, von den immer gleichen „zwanglosen“ Fragen und den herben Enttäuschungen, die am Ende auf sie warten. Doch dann lernt sie eines abends Steve (Sebastian Stan) kennen, der sie zwar auf eine sehr direkte, aber irgendwie auch charmant unbeholfene Art im Supermarkt anflirtet. Schnell werden Nummern getauscht, es folgt ein erstes Date und das Schicksal scheint es dieses Mal tatsächlich gut mit Noa zu meinen. Es wirkt alles einfach zu schön um wahr zu sein. Zumindest solange, bis sich Steves wahres Gesicht zeigt und die Stimmung auf einmal völlig kippt. Kurz gesagt: Noas schlimmster Dating-Horror wird einmal komplett durch den Fleischwolf gedreht.

Ursprünglich wollte ich mir FRESH im Rahmen der Fantasy Filmfest Nights auf großer Leinwand ansehen, denn dort lief er als Abschlussfilm. Leider wurde dieses Vorhaben von einer kurzfristig einsetzenden Erkältung verhindert. Und nun, nachdem ich ihn mir im Stream auf dem heimischen Fernseher angeschaut habe, bedauere ich es umso mehr diese Gelegenheit verpasst zu haben. Denn Mimi Caves Langfilm-Debüt ist ganz nach meinem Geschmack. FRESH beginnt als romantische Komödie mit einer sarkastischen Note und entpuppt sich im weiteren Verlauf als Thriller mit einer gehörigen Prise Zynismus. Die zu Grunde liegende Prämisse ist zwar nicht neu, aber wie sie hier zubereitet wird, hat – dem Titel entsprechend – durchaus etwas frisches an sich.

In den USA auf Hulu erschienen, ist FRESH hierzulande seit dem 15. April als Star-Original auf Disney+ verfügbar. Und auch wenn der Film direkt für den Stream produziert wurde, ist es in diesem Falle doch recht bedauerlich, dass er, abgesehen von einigen Screenings auf diversen Filmfestivals, keine Kinoauswertung bekommen hat. Stattdessen wird ihn nun vermutlich recht bald das gleiche Schicksal wie vielen anderen Original-Produktionen ereilen und er versauert irgendwo in den Untiefen der Plattform.

Dabei ist das Bild eigentlich wie für die große Leinwand geschaffen. Im Anbetracht dessen, dass oft Nahaufnahmen gezeigt werden, mag diese Aussage vielleicht erst einmal etwas paradox klingen. Aber abgesehen davon gibt es in vielen Einstellungen unzählige Details zu entdecken, die auf einem kleineren Bildschirm vermutlich recht schnell übersehen werden können.

Und auch anderweitig ragt FRESH aus dem Gros der Streamingmassenproduktionen hervor. Abgesehen vom faden Ende ist die Story wirklich würzig geschrieben und wird mit der richtigen Balance aus Absurdität und Ernsthaftigkeit serviert. Hie und da ist das Ganze zwar dezent sehnig, aber bis auf einige kleinere Längen ist der Film nie langweilig, sondern spätestens ab dem Moment an dem der Albtraum seinen Lauf nimmt durchgehend spannend. Der peppige Soundtrack weiß ebenfalls zu gefallen. Aber die „Cherry on Top“ sind die grandiosen Darbietungen der beiden Hauptdarsteller:innen Daisy Edgar-Jones und Sebastian Stan, die hier mit sichtbar viel Spaß an der Spielfreude bei der Sache waren.

Mein Fazit lautet also: Blutig, aber gleichzeitig auch well done! Auch wenn FRESH kaum Grenzen überschreitet, ist er dennoch nichts für schwache Mägen. Für all diejenigen mit einem etwas spezielleren Filmgeschmack lautet jedoch die Devise: Zugreifen, solange der Augenschmaus noch frisch ist. Wobei er vermutlich auch aufgewärmt noch exquisit schmecken dürfte.

Bild: FRESH Steve (Sebastian Stan, l.), Noa (Daisy Edgar-Jones) / © 20th Century

BEWERTUNG
Letterboxd: 4 von 5
Moviepilot: 8 von 10 (Ausgezeichnet)



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